Datum: 1. November 2009, 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Römisch-
Am 1. November beginnt zum dritten Mal die „Woche der Religionen“ in der Schweiz. Auch im Thurgau gibt es Gelegenheiten, Menschen anderer Kulturen und Religionen kennen zu lernen und Berührungsängste abzubauen. Im katholischen Pfarreizentrum „Klösterli“ gestalten Mitglieder von zehn verschiedenen Religionsgemeinschaften einen interreligiösen Begegnungstag.
Wie beten Muslime? Welche Lieder singen Protestanten? Was geschieht in einer buddhistischen Meditation? Jede Religion kennt unterschiedliche Traditionen und pflegt verschiedene Bräuche, die mitunter fremd und ungewöhnlich sind. Diese Facetten will der Begegnungstag am Sonntag, 1. November zum Ausdruck bringen. Das bunte Programm beginnt um 9.00 Uhr mit einer Eröffnung durch die Pfarreileitung von St. Nikolaus und endet um 18.00 Uhr mit einer gemeinsamen Besinnung. Dazwischen laden zehn verschiedene Religionsgemeinschaften einen Tag lang zum Kennenlernen und Mitmachen ein: zum Singen, Beten, Meditieren, aber auch Nachfragen, Zuhören und Diskutieren, und zu einem gemeinsamen Mittagessen. Gleichzeitig können Besucher aber auch Hintergründe über die Religionen im Thurgau und Umgebung erfahren. Mit den Mitgliedern können sie in einer offenen Atmosphäre ins Gespräch kommen. Ohne Bekehrungsversuche oder gegenseitige Konkurrenz. Denn der Geist des interreligiösen Dialogs verpflichtet sich auf einen achtungs-
Der Begegnungstag knüpft an das interreligiöse Gebet an, das Pfarrer Juraj Bohynik zum Jubiläum „100 Jahre Stadtkirche St. Nikolaus Frauenfeld“ 2006 ins Leben gerufen hatte. Drei Jahre hintereinander wurde das Gebet mit der Jüdischen Gemeinde Zürich, der Bahá’í-
Zuhören statt Streiten
Was ist wichtig, um sich im interreligiösen Dialog zu engagieren? Krishna Premarupa Das, der auch beim „Runden Tisch der Religionen“ in Zürich mitarbeitet, ist sich sicher: „Wir müssen ein ‚Offenes Zuhören’ lernen, und das bedeutet, Mitgliedern andere Religionsgemeinschaften zu erlauben, sich in ihrer eigenen Sprache und Kultur zu definieren. Ohne deren Meinungen und Werte gleich nach eigenen Idealen beurteilen zu wollen.“ Eine „Haltung des Lernens und des Respekts“ sieht auch Astrid Hollenstein von der Bahá’í-






